Low/No Waste – Schritt für Schritt weniger (Plastik-)Müll produzieren

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Seit Ewigkeiten ist es kein Geheimnis mehr – und selbst, wenn wir wollten, sehen wir es Tag für Tag mit unseren eigenen Augen: Unsere Erde braucht definitiv Hilfe.

Jahre der Entwicklung und Erfindungen, Jahre des technologischen Fortschritts haben neben dem Glanz und Erfolg leider ihre Spuren auf unserem Planeten hinterlassen. Erderwärmung, Klimawandel, Umweltverschmutzung, CO2-Ausstoß, all das sind Begriffe, mit denen wir Tag für Tag konfrontiert werden, jeder auf seine eigene Art und Weise.
Die Einen nehmen es sich zu Herzen und geben ihr Bestes, um ihren eigenen ökologischen Fußabdruck so klein zu halten, wie nur irgend möglich. Anderen wiederum ist es nicht wichtig. Wieder andere machen sich über die Sorgen lustig und produzieren aus Trotz noch mehr Müll, verursachen noch mehr Schaden. Etwas, das ich absolut nicht nachvollziehen kann, denn sie schaden nicht nur anderen damit, sondern auch sich selbst.

Doch auch ich kann mich nicht heiligsprechen, nein, denn auch ich produziere immer noch zu viel Müll, fahre sehr oft mit meinem Auto umher, kaufe nicht nur unverpackt ein und und und.
Vor nicht allzu langer Zeit gehörte ich ebenso zu den Personen, denen beispielsweise der Klimawandel nicht fremd war, ebenso waren es die schrecklichen Bilder der verschmutzten Ozeane nicht oder aber auch die traurigen Videos, in welchen Schildkröten Strohhalme aus der Nase gezogen werden etc., allerdings habe ich all das nicht ernst genug genommen. Es war ein „Ja, ist halt schon scheiße,aber joa, hm“ – jedoch aktiv etwas dagegen unternommen? Nö, das habe ich nicht.

Mittlerweile sieht es aber schon anders aus. Mittlerweile merke ich selbst, dass ich Stück für Stück zu einem besseren Menschen werde, was umweltfreundliches Handeln angeht. Eine große Rolle dabei spielt mein veganer Ernährungsstil, denke ich. Durch und mit ihm entwickle ich mich zu einem Menschen, der bewusster handelt, der mit offeneren Augen durch das Leben geht und versucht, jeden Tag sein bestes zu geben, unseren Planeten zu schützen.

Dabei geht es nicht darum, von Kopf bis Fuß perfekt zu sein. Es geht darum zu tun, was man kann. Und das ist so viel mehr, als man zunächst denkt.

Um euch zu zeigen, wie einfach es sein kann der Erde und gleichzeitig auch Mensch und Tier etwas Gutes zu tun, möchte ich euch in diesem Beitrag Möglichkeiten aufzeigen, wie ihr Schritt für Schritt weniger (Plastik-)Müll produzieren könnt – und nicht nur das: viele dieser Tipps sind zudem auch Spartipps, sodass ihr nicht nur Müll, sondern auch Geld spart. 🙂

Mehr zu Fuß gehen oder mit dem Rad fahren ggf. auf öffentliche Verkehrsmittel oder Car Sharing bzw. Mitfahrgelegenheiten zurückgreifen.
So einfach und logisch dieser Tipp ist: Auch ich tue mich gern mal schwer, mein Auto tatsächlich einfach mal stehen zu lassen und den grazilen, wohlgeformten, umwerfend gutaussehenden Körper (Achtung, man darf lachen) in Bewegung zu setzen und zu sagen „Heute gehe ich ausnahmsweise mal“.
Seitdem ich ein Auto habe (mittlerweile fünf Jahre), bin ich so faul geworden, ehrlich. Manchmal schäme ich mich schon, wenn ich daran denke, dass ich ab und an für knappe fünf Minuten Fußweg den Motor angeworfen habe (ja, ich weiß, bitte nicht steinigen). Diesem Problem möchte ich nun jedoch verstärkt entgegenwirken und habe mir ein Fahrrad secondhand gekauft. Nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch schneller, als zu Fuß und gut für den Körper.
Alternativ ist es auch immer gut, wenn man auf die öffentlichen Verkehrmittel zurückgreift, sofern sie einem nicht zu teuer sind oder, wie bereits erwähnt, Car Sharing zu nutzen. Mittlerweile sehe ich viele Car-Sharing-Stationen, was ich sehr toll finde. Auch Mitfahrgelegenheiten sind eine tolle Sache, wenn man bspw. zu einem Festival fährt – wir haben grad ja immerhin Festivalsaison.

Fahrrad an einer Mauer
© Fernando Meloni / unsplash.com/@f_meloni


Holz-/Bambuszahnbürsten verwenden statt Plastikzahnbürsten.

Mittlerweile gibt es eine tolle Möglichkeit auch bei der täglichen Zahnhygiene umweltfreundlich zu agieren, nämlich Holz-/Bambuszahnbürsten zu nutzen.
Da wir unsere Zahnbürsten ca. alle drei Monate wechseln sollten, produzieren wir mit den herkömmlichen Plastikzahnbürsten sehr viel unnötigen Plastikmüll. Daran kann man sehr schnell ausrechnen, wie viel Müll wir damit verursachen.
Bambus bindet mehr CO2, als Bäume, was sich positiv auf die Ökobilanz des Herstellungsprozesses auswirkt. Er wächst sehr schnell und ist ein sehr nachhaltiger Rohstoff. Die Zahnbürste kann man am Ende einfach über den Biomüll entsorgen. Hier könnt ihr euch die Bambuszahnbürsten anschauen.’ (Affliliate-Link)
Für elektrische Zahnbürsten kenne ich leider noch keine Alternative. Wenn ihr etwas wisst, dann hinterlasst mir diesbezüglich doch gern einen Kommentar.

Nachhaltige Wattestäbchen aus Bambus und Baumwolle statt herkömmliche Plastikwattestäbchen.
Im Prinzip das gleiche Spiel, wie mit den Bambuszahnbürsten. Auch hier schont man die Umwelt, indem man die ressourcenschonende Alternative verwendet und der Umwelt etwas gutes tut.
Hier könnt ihr euch die nachhaltigen Wattestäbchen anschauen.’ (Affiliate-Link)

Shampoo Bars/Seife statt Duschgel; Handseife, Shampoo und Co. in Plastik.

Cremedeo (in Glastiegel) kaufen oder Deo selber machen – Kosmetik generell selber machen.
Online gibt es sehr simple Anleitungen, wie ihr euer Deo selber machen könnt.

Gemüse und Obst entweder lose mitnehmen, in Stoffbeutel/Netze packen oder in Stofftücher wickeln.
Manchmal ist uns beim Einkaufen gar nicht klar, wie viel Plastikmüll wir mitkaufen. Angefangen in der Gemüse- und Obstabteilung. Was man dort zu Gesicht bekommt, verblüfft mich immer wieder aufs Neue. Hier wird die Ananas in eine Plastiktüte gepackt, Kokosnüsse ebenso. Zwischendurch sieht man in Plastik eingepackte bereits geschnittene Melone, die aber zusätzlich noch einmal in Plastik eingewickelt wird etc. Ich benutze mittlerweile keine Plastiktüten mehr und lege mir alles lose in den Korb, anschließend packe ich meinen Einkauf in Stoffbeutel. Alternativ zu dieser Methode gibt es Obst- und Gemüsenetze, die stabil sind und ihr somit immer wieder und wieder verwenden könnt.’ (Affiliate-Link)
Wenn ihr keine Netze kaufen möchtet, könnt ihr euch auch eigene Netze aus Stoffresten machen oder Wäschenetze verwenden, sofern sie stabil genug sind. Noch eine andere Variante sind Stofftücher. Viele Personen, die no waste leben, wickeln ihren Einkauf in Tücher.

Gemüse im umweltfreundlichen Einkaufsnetz
© Sylvie Tittel / miss-interpreted.de

Eigene Einkaufstaschen (z. B. Jutebeutel) mitbringen, statt neue Plastiktaschen zu kaufen.
Damit spart ihr nicht nur Plastikmüll, sondern auch Geld, da die Taschen etwas kosten.

Glasflaschen, statt Plastikflaschen kaufen, ansonsten eigenes Trinkgefäß mit Getränk (z. B. Leitungswasser) befüllen. Mehrweg, statt Einweg kaufen.

Eigenen Becher als Coffee2Go-Becher nutzen.
Mittlerweile gibt es wiederverwertbare Coffee2Go-Becher en masse, weswegen wir wirklich nicht unnötigen Müll mit den Einwegbechern produzieren müssen, die nach der Nutzung sofort wieder im Abfalleimer landen. Deswegen: Nehmt beim nächsten Mal einen eigenen Becher mit und stoppt die enorme Müllproduktion. Diesen hier nutze ich und bin sehr zufrieden.’ (Affiliate-Link)
Übrigens: Auch beim Besuch im Fast-Food-Restaurant solltet ihr darauf achten und auf den Plastik„deckel“ und den Strohhalm verzichten.

Kleines Gefäß und Minibesteck bspw. zum Eis essen.
Personen, die no waste leben, haben für den Fall der Fälle gern eigenes „Geschirr“ dabei, um z. B. keinen unnötigen Abfall beim Eisessen zu produzieren.

Keine Plastikstrohhalme, sondern Strohhalme aus Glas, Bambus, Edelstahl und Co. benutzen.

Papiermüllsäcke kaufen.
Hierfür gibt es verschiedene Varianten. Hier findet ihr ein Beispiel für solche Müllbeutel.’ (Affiliate-Link)

Unverpackt-Läden aufsuchen und dort einkaufen.
Unverpackt-Läden sind Geschäfte, in welchen sich die Kunden die benötigte Menge der Ware in eigene Verpackungen, wie z. B. in Einmachgläser füllen können. Somit gibt es dort keine Einwegverpackungen, sodass kein Plasktikmüll entsteht.

Menstruationstassen statt herkömmliche Tampons und Binden, ggf. Stoff- oder Baumwollbinden oder Menstruationsschwämmchen (oder freie Menstruation).
Die Regelblutung sucht man sich nicht aus, somit ist man als menstruierende Person meist dazu gezwungen, Monatshygiene zu kaufen, sofern man nicht der freien Menstruation nachgeht. Hierbei entsteht beim Kauf von herkömmlichen Tampons und Binden unfassbar viel Müll, der vermeidbar ist. Nicht nur das, denn durch die Nutzung besagter Produkte gelangen auch chemische Stoffe in den Körper, die nicht dort hingehören. Man muss sich z. B. vor Augen halten, dass diese Produkte mit Chemikalien gebleicht werden, denn sonst wären sie nicht so weiß, wie man sie kennt. Auch trocknen Tampons die Vagina aus und Rückstände der Tampons verbleiben im Körper. Vermieden werden kann all dies mit der Nutzung von Menstruationstassen, deren Handling wirklich nicht schwer ist – oder aber man entscheidet sich für Baumwoll- oder Stoffbinden.

Menstruationstasse / menstrual cup
© Ruby Cup / rubycup.com/de

In Secondhand-Geschäften bzw. auf Secondhand-Plattformen einkaufen.

Waschmittel, Putzmittel und Co. selbermachen.
Dafür gibt es im Internet viele Rezepte.

Upcycling statt sofort wegwerfen.
Es gibt viele Möglichkeiten, um diversen Gegenständen ein zweites Leben zu verleihen. So kann allein schon die Toilettenpapierrollentüte wenigstens noch als Mülltüte für den Mülleimer im Bad verwendet werden, statt sofort im Mülleimer zu landen.

Toilettenpapier und Taschentücher ohne Plastikverpackung kaufen.
Das könnt ihr u. a. bei Smooth Panda bestellen (Werbung, da Namensnennung – keine Bezahlung, keine Kooperation o. ä.).
Alternativ könnt ihr waschbare Stofftaschentücher verwenden oder, wenn ihr das nicht mögt (ich mache das z. B. nicht, weil ich es unangenehm finde), dann könnt ihr eine große Taschentuchbox kaufen.

Ökostrom verwenden und Atommüll vermeiden.
Lange hielt das Vorurteil an, Ökostrom sei sehr teuer. Dies stimmt jedoch nicht. Eine kurze Recherche kann euch dabei helfen beim nächsten Mal einen Ökostromanbieter zu wählen.

Sich vegan/pflanzlich ernähren.
Hierzu müsste ich einen sehr langen Text schreiben, was ich jetzt allerdings nicht machen werde, da ich zu diesem Thema einen eigenen Beitrag verfassen werde, den ich hier verlinke, sobald es soweit ist.

Wiederverwertbare Verpackungen statt Einwegverpackungen.
An dieser Stelle kann man beispielsweise Butterbrote in die gute, alte Brotdose legen, statt Plastiktüten, Frischhalte- oder Alufolie zu verwenden. Alternativ gibt es mittlerweile auch Snack’n’Go-Pockets, falls einem eine Brotdose zu groß ist. Snack’n’Go-Pockets sind eine ökologische Alternative zu besagter Frischhalte- und Alufolie. Die Innenseite der Pockets ist beschichtet und somit sehr einfach zu reinigen. Bei 30 Grad kann man sie auch in die Waschmaschine geben. Hier könnt ihr euch die tolle Alternative anschauen und erwerben.‘ (Affiliate-Link)

Verkaufen statt wegwerfen, teilen statt neukaufen.
Statt bspw. alte Elektrogeräte wegzuwerfen, die unheimlich viel Müll verursachen, sollte man die Güter versuchen zu verkaufen. Heutzutage gibt es sehr viele Anlaufstellen, an die man sich wenden kann. Alternativ dazu kann man besagte Güter auch spenden. Eine tolle Sache, die anderen hilft.
Auch das Teilen von z. B. Haushaltsgeräten, wie einem Rasenmäher ist eine sinnvolle Sache, denn nicht jeder muss alles besitzen. Weniger Neuware kaufen heißt letztlich auch, dass weniger Müll produziert wird – was wiederum heißt, dass unser Planet weniger Belastung ausgesetzt wird.

Wiederverwendbare Backmatten statt Backpapier.
Backmatten sind besonders für Personen, die gern und viel backen eine sehr gute nachhaltige Alternative, die sogar für ein besseres Ergebnis sorgen, da sich die Hitze darüber besser verteilt, als über Backpapier. Ansonsten agieren sie genau so, wie Backpapier, produzieren mit ihrem Einsatz jedoch keinen stetigen Abfall. Hier könnt ihr euch die ökologische Alternative anschauen.’ (Affiliate-Link)

Haferkekse auf einem Teller
© Taylor Kiser / foodfaithfitness.com

Großpackungen statt kleine Packungen kaufen.
Besonders bei Reis, Hülsenfrüchten und Co. eine sehr gute Alternative, da ihr durch den Kauf einer Großpackung weniger Müll produziert, da ihr das jeweilige Produkt innerhalb eines längeren Zeitintervalls verbraucht.

Keine Einwegrasierer kaufen, sondern Mehrwegrasierer (besser einen Männerrasierer verwenden) oder eine Rasierhobel.

Backwaren beim Bäcker kaufen, statt im Supermarkt.
Im Supermarkt gibt es sie meist nur eingeschweißt zu kaufen oder die Papiertüte beinhaltet noch einen Plastikanteil.

Auf Mikroplastik achten und auf Produkte, welche ihn beinhalten, verzichten.
Mikroplastik ist eine ernstzunehmende Gefahr für die Umwelt, da die Kläranlagen Mikroplastik nicht filtern können, weswegen ihr Produkte meiden solltet, die ihn beinhalten. Der Bund für Umwelt und Naturschutz eine Liste veröffentlicht, auf der die Produkte gelistet sind, die Mikroplastik enthalten. Ebenso könnt ihr dort lernen, woran ihr Mikroplastik in der Inhaltsliste von Produkten erkennt.

Auf Mülltrennung achten.

Den eigenen Müll fachgerecht entsorgen und Abfall von der Straße aufheben und in einen Mülleimer geben.

Foodsharing und Apps zur „Lebensmittelrettung“ nutzen.
Beides wirklich tolle Sachen. Es landen viel zu viele Lebensmittel, welche eigentlich noch genießbar wären, im Müllcontainer. Nutzt diese Möglichkeiten, um dies zu vermeiden.

Regional und saisonal einkaufen.

Wie ihr seht gibt es sehr, sehr viele kleine Dinge, die wirklich einfach in den Alltag integrierbar sind, wie beispielsweise beim nächsten Einkauf einfach eigene Stoffbeutel mitnehmen, beim nächsten Coffee2Go einfach einen eigenen Becher mitzubringen oder aber auch eine neue Lampe secondhand zu kaufen – und dabei noch Geld zu sparen. Es ist keine Magie, etwas bewusster zu Konsumieren – oder eben bewusst nicht zu konsumieren –, weswegen ich euch ermutigen möchte hier und da an ein paar kleinen Schrauben zu drehen und den ein oder anderen Punkt (oder gar alles?) für euch zu übernehmen.
Ich selbst bin, wie bereits am Anfang erwähnt, kein Minimalist. Auch ich habe noch viele Baustellen und arbeite an mir, aber dabei können wir uns ja alle gegenseitig unterstützen und bestenfalls auch noch andere ebenfalls zu Low Waste bzw. No Waste zu animieren.

Plastikflasche am Strand
© Ishan / unsplash.com/@seefromthesky
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